Leonardo-Logo-viaLog-Referenzkunden

Gläser in allen Formen und Farben, Schmuck und Dekoration – dafür ist die glaskoch B. Koch jr. GmbH + Co. KG unter der Marke Leonardo international bekannt. Vom Standort Bad Driburg liefert glaskoch per Multi-Channel-Logistik in 83 Länder. Das Logistikzentrum versorgt sowohl eigene Filialen als auch namhafte Handelsketten. Seit 2007 können Endkunden Ware auch direkt über den Online-Shop bestellen.

Einführung eines neuen Lagerverwaltungssystems

Um die Wirtschaftlichkeit der Logistik-Abwicklung zu optimieren, beauftragte das Großhandelsunternehmen die Berater von viaLog damit, ein neues Lagerverwaltungssystem zu konzipieren, auszuschreiben und einzuführen.

Wirtschaftlichkeitsprüfung beleglose Kommissionierung

viaLog wurde beauftragt, die Wirtschaftlichkeitsprüfung zum Einsatz eines Lagerverwaltungssystems durchzuführen.

Flächenoptimierung

Die Ausgangslage

Die in Bad Driburg bestehende Lagerhalle Ost mit ca. 3.150 qm und einer lichten Höhe von ca. 8m wurde lange Zeit als Bodenblocklager mit ca. 2.000 Palettenstellplätzen für die Lagerung von Rohware und Aktionsware genutzt.

Die Kapazitäten am Standort in Bad Driburg reichten jedoch nicht mehr aus. Außenlager mussten angemietet werden. Die Anzahl der Verkaufsaktionen für Werbe- und Saisonartikel sollte deutlich erhöht werden – mit allen Anforderungen an die Kommissionierung.

Die Lösung

Nach der Basisdatenerhebung, Ermittlung von Systemalternativen und der Erarbeitung eines Ausführungsvorschlags verwirklichte glaskoch das Projekt in Zusammenarbeit mit viaLog zeitgleich mit dem Umbau eines Hochregallagers.

Die neue Regalanlage mit ca. 3.000 Palettenplätzen besteht aus insgesamt 6 Lagerblöcken. Um einen hohen Füllgrad in der Anlage zu erreichen, sind die Lagerkanäle mit unterschiedlichen Tiefen von 2-7 Stellplätzen ausgeführt worden. Damit auch Artikel mit einem Gesamtbestand von nur einer Palette Platz sparend eingelagert werden können, sind neben den Lagerkanälen auch konventionelle Palettenregale (1-tief) eingesetzt.

Besonderheit hier: In zwei Lagerblöcken integrierte viaLog Picktunnel für die Kommissionierung der Aktionsware. Für den Nachschub werden die Paletten aus den Lagerkanälen oberhalb der Picktunnel in die Durchlaufkanäle des Picktunnels herunter gesetzt.

In dem Kanallager kommen zwei manuelle Schubmaststapler zum Einsatz. Für die Bedienung der Kanäle positioniert der Schubmaststapler vor dem Regal und setzt das Kanalfahrzeug in den jeweiligen Kanal ab. In den Kanälen bewegt sich das Kanalfahrzeug mit eigenen Fahr- und Hubmotoren unabhängig vom Schubmaststapler.

Weiteres Element: Um eine optimale Raumausnutzung zu erreichen, wurde die Wareneingangsfläche mit einer ca. 500 qm großen Stahlbaubühne überbaut. Heute erfolgt  die Pufferung der WE-Paletten  im Erdgeschoss. Im Obergeschoss werden Verpackungsmittel und Langsamdreher im Blocklager gelagert.

Highlights

  • Reduzierung der Außenlager  durch optimale Raumausnutzung in der Halle Ost (Kompaktlager und Bühne)
  • Kompakte und gleichzeitig flexible Lagerform durch Einsatz von Lagerkanälen mit unterschiedlichen Tiefen und Ergänzung konventioneller Palettenregale
  • Gangtrennung von Nachschub und Kommissionierung durch Einsatz von Palettendurchlaufkanälen
  • Kurze Wege beim Nachschub der Aktionsware in die Durchlaufkanäle

Logistik-Controlling

Die Aufgabe

Das existierende Berichtswesen bestand aus vielen Auswertungen und Darstellungen, die von den einzelnen Fachabteilungen (Wareneingang, Lager, Versand etc.) autark erstellt wurden. viaLog wurde beauftragt, einen Vorschlag für ein systematisches Berichtswesen zu erarbeiten. Die Lösung sollte über Office-Produkte (MS Excel, MS Access) abzuwickeln sein.

Die Lösung

Grundgedanke des Controllingansatzes ist die Planung der Logistikleistung für Mengen, Kosten und Produktivitäten. Das Logistik-Berichtswesen, so der realisierte Vorschlag von viaLog, wurde in zwei „Hemisphären“ aufgeteilt:

  • Kennzahlen für die Logistikleitung
  • Kennzahlen für die operativen Bereiche

Für die Logistikleitung werden im Plan-Ist-Vergleich Kenngrößen, wie z.B. Durchsatz, Produktivität, Personal und Picks übersichtlich dargestellt. Das neue Logistik-Controlling-Tool erhöht auf der operativen Ebene den Detaillierungsgrad der Informationen. Hier werden einzelne Prozessschritte (z.B. Entladung von Containern oder Kommissionierung mit Auszeichnung) separat betrachtet. Daten werden über Schnittstellen (z.B. aus dem LVS, ERP) und manuelle Eingaben der Prozessbeteiligten generiert.

Fazit

Hier entstand ein innovatives Tool zur Planung bzw. Steuerung der Logistik-Kostentreiber.

Modernisierung des vorhandenen Hochregallagers

Die Aufgabe

glaskoch betreibt seit 30 Jahren ein manuelles sechsgassiges Hochregallager (HRL) mit ca. 10.000 Palettenplätzen. Das HRL wird mit einem mannbedienten Regalbediengerät (RBG) mit Umsetzer bewirtschaftet. Die Anlage war wachstumsbedingt der aktuellen Aufgabe nicht mehr gewachsen. Technische Engpässe – wie fehlende Dynamik und falsche Fachhöhen im Regal – führten zu einem erhöhten Personaleinsatz und der starken Begrenzung der Einlagerkapazität.

Die Lösung

Altes Lager, neue Technik

Mit der Rundum-Modernisierung der Anlage im bestehenden Gebäude konnten die Probleme schnell, wirkungsvoll und kostengünstig gelöst werden.

Flurfördertechnik

Das vorhandene bemannte Regalbediengerät (RBG) ersetzte glaskoch auf Vorschlag von viaLog durch ein vollautomatisches RBG. Die Ver- und Entsorgung des RBG-Umsetzers geschieht jetzt über einen Doppelverteilerwagen, der an die neue Ein- und Auslagerungsfördertechnik des HRL anbindet. Zur Entkopplung der Ein- und Auslagerungsfördertechnik können bis zu sechs Paletten auf dem Umsetzer gepuffert werden – drei auf der Einlagerseite und drei auf der Auslagerseite. Dazu ist der erforderliche Materialflussrechner an das bestehende LVS angebunden worden.

Regalanlage

Die Statik der Halle/Regalanlage machte es möglich, Traversen herauszunehmen. So konnte die Anzahl der hohen Stellplätze im HRL verdoppelt werden. Doch auch an den organischen Ausbau des Logistikzentrums bei künftigem Wachstum wurde gedacht: So soll die Anbindung der neuen Halle-Ost über eine Fördertechnik-Brücke an das HRL geschehen. Auch für den Einsatz eines 2. RBG mit einem zweiten Umsetzer ist Vorsorge getroffen. Nach Planung, Prüfung der Systemalternativen und Detailplanung wurde das neue Hochregallager im Jahr 2006 realisiert, der Echtbetrieb im September 2006 aufgenommen.

Highlights

Die Highlights des Projektes beschreibt viaLog-Berater Klemens Hartmann so:

  • Verdoppelung der Dynamik durch Austausch der Technik und Entwicklung von intelligenten Einlager- und Auslagerstrategien
  • Weiternutzung der Fahrschienen von RBG und Umsetzer durch kostengünstige Reprofilierung
  • Minimierung der Ausfallzeit des HRL, indem ein Teil der Umbauarbeiten parallel zum laufenden Betrieb geschah.