Dynamisches Wachstum, clevere Logistik –  Zentrallagererweiterung bei Fricke

Die Fricke-Gruppe mit Hauptsitz im niedersächsischen Heeslingen gehört zu den Unternehmen, mit denen viaLog mehr als ein Jahrzehnt der Zusammenarbeit verbindet. Der Spezialist für Landmaschinen, Garten- und Kommunaltechnik sowie Nutzfahrzeuge zählt zu Deutschlands größten privaten Unternehmensgruppen der Landtechnikbranche mit 2.977 Mitarbeiter an 66 Standorten.

Vor allem das Geschäft mit Ersatzteilen und Komponenten der Marke GRANIT PARTS ist ein Wachstumsmotor für das Unternehmen. Hinzu kommt ein umfassendes Spektrum an Serviceleistungen.

Fricke und viaLog
Ein Jahrzehnt der Zusammenarbeit

  • 2010: Distributionsstudie
  • 2011-2012: Standorterweiterung, Teilautomatisierung
  • 2013: Review Masterplan
  • 2016: Unterstützung Erweiterung Kleinteileabwicklung
  • 2017: Konzept Kapazitätserweiterung
  • 2018-2020: Realisierung der Kapazitätserweiterung, Automatisierung

Sukzessiver Ausbau der Logistik

Ausgangspunkt der Zusammenarbeit von Fricke und den Beratern von viaLog war das stetige Umsatzwachstum, das sich bei dem Landtechnik-Großhändler abzeichnete. Fricke beauftragte viaLog daraufhin im Jahr 2010 mit einer Distributionsanalyse sowie einem Masterplan zur Erweiterung des Standortes Heeslingen. Sukzessive wurden seitdem in aufeinanderfolgenden Ausbaustufen die Lagerkapazitäten und -infrastruktur dem Unternehmenswachstum angepasst.

Wichtige Meilensteine waren unter anderem Projekte zur Teilautomatisierung des Lagers mithilfe eines Automatikpuffersystems sowie die Anpassung der Fördertechnik, unter anderem durch die Installation eines Crossbelt-Sorters zum Transport der Behälter aus dem Konsolidierpuffer an die Arbeitsplätze der Packerei.

Im Jahr 2018 fiel der Startschuss für das aktuelle Projekt des Unternehmensbereiches GRANIT PARTS zur Erweiterung und Optimierung des Zentrallagers am Standort Heeslingen. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Lagerkapazitäten im Fachboden und im manuellen Palettenlager ihre Grenzen erreicht. Hinzu kamen beengte Flächen im Bereich des Warenausgangs.

Mehr Stellplätze im Fachboden,
neues automatisches Shuttle-Lager

Der Schwerpunkt lag bei den folgenden Planungen daher erstens auf einem Ausbau der Lagerkapazitäten, zweitens auf einer Verbesserung der ergonomischen Arbeitsbedingungen und drittens auf einer insgesamt höheren Produktivität, um der dynamisch wachsenden Kundennachfrage auch zukünftig gerecht werden zu können.

Im Fokus des Projektes standen die folgenden Bau- und Optimierungsmaßnahmen:

  • die Ergänzung der bestehenden Lagerfläche um einen Anbau von rund 13.500 qm. Die Kapazität der Fachbodenanlage erweiterten die Planer auf 650.000 Stellplätze, was nahezu einer Verdopplung gleichkommt.
  • die Erschließung aller Ebenen mit Fördertechnik zur Sicherstellung effizienter
    Warenflüsse und die Anbindung an den bereits bestehenden automatischen Konsolidierpuffer
  • die Neukonzeption eines manuellen Palettenlagers mit 10.000 Stellplätzen zur Schaffung weiterer Kapazitäten
  • die Entlastung der bestehenden Packerei und Versandsortierung – die vor Projektbeginn als wesentliche Bottlenecks identifiziert worden waren – durch zusätzliche Packplätze auf der zweiten Fachbodenebene mit separater Anbindung an den Versand
  • die Produktivitätssteigerung für Artikel, die nicht im Fachboden liegen, durch ein neues automatisches Shuttle-Lager mit fünf Gassen und 105.000 Stellplätzen
  • die Kommissionierung mittels Pick & Pack-Methode an acht Kommissionierarbeitsplätzen direkt in den Versandkarton. Kartonaufrichter stellen die gängigen Kartontypen bereit, die Volumenreduzierung, Kartondeckelung und -etikettierung erfolgt automatisch.
  • die intelligente automatische Versandsortierung zur Reduzierung der Arbeitswege

Insgesamt konnte durch den Ausbau der Lagerkapazitäten, die Optimierung der internen Prozesse sowie die Erhöhung der Produktivität durch das automatische Shuttle-Lager der Lager-Output auf bis zu 82.000 Positionen pro Tag gesteigert werden.

Mit Blick auf spätere Ausbaustufen ist eine Erweiterung des Automatiklagers um fünf zusätzliche Gassen und weitere Arbeitsplätze im Konzept bereits vorgesehen und bietet damit eine zukunftsfähige Lösung auch im Hinblick auf weiteres Wachstum.

Über GRANIT

GRANIT versteht sich als One-Stop-Shop für aktuell rund 40.000 Kunden in Europa. Vom Logistikzentrum am Standort Heeslingen aus beliefert das Unternehmen Fachhändler, Werkstätten und Industriekunden. Derzeit bevorratet GRANIT in seinem Zentrallager in Heeslingen rund 250.000 Artikel. Insgesamt umfasst das über den Webshop verfügbare Sortiment sogar rund 12.000.000 Positionen. Besondere Logistik-Herausforderungen ergeben sich aus dem stetig wachsenden Sortiment in Kombination mit den sehr hohen Lieferservice-Erwartungen. Lagernde Artikel, die bis 18 Uhr bestellt werden, erhalten die Kunden per Nachtexpress am nächsten Morgen.