Unter der Marke KOMET produziert und vertreibt die Brasseler Group weltweit Instrumente insbesondere für den Einsatz in der Zahnmedizin. Der Einsatz neuer Werkstoffe sorgte für stetiges Sortimentswachstum. Zum heutigen Zeitpunkt verfügt das Unternehmen mit mehr als 35.000 verkaufsfähigen Artikeln über eines der größten Lieferprogramme im dentalmedizinischen Markt für rotierende und oszillierende Instrumente.

Die Herausforderung

Das Brasseler-Zentrallager in Lemgo stieß an seine Leistungsgrenzen:

  • Die statische und dynamische Kapazität des vorhandenen Tablar-AKL mit ca. 24.000 Lagerplätzen, 4 Regalbediengeräten und 8 stationären Arbeitsplätzen in zwei Vorzonen war annähernd ausgelastet.
  • Eine Erweiterung des automatischen Kleinteilelagers (AKL) und ergänzender manueller Lagerbereiche waren in den vorhandenen Gebäudestrukturen nicht möglich.
  • Konventionelle Flächen insbesondere für die Versandabwicklung wurden knapp.
  • Die Entwicklungsmöglichkeiten des Lagerverwaltungssystems waren eingeschränkt.

Die Aufgabe

viaLog wurde von Brasseler mit der Entwicklung eines Erweiterungskonzepts und Optimierungskonzepts für das Zentrallager beauftragt. Der Fokus lag hierbei einerseits auf der Erweiterung von Lagerkapazitäten und Dynamik, andererseits auf der Optimierung von Lagerstrukturen, Lagerprozessen und Lagertechnik. Das Ziel war die Wirtschaftlichkeit zu verbessern und die Ablaufsicherheit zu erhöhen.

In einem Vergleich verschiedener Kleinteilelagertechniken (u.a. AKL, Shuttle, dynamische Karusselle und manuelle Mann-zur-Ware-Systeme) sollte die für Brasseler wirtschaftlichste Lagerform indentifiziert und ausgeplant werden.

referenzen_brasseler_lagerlayout

Lagerlayout

Die Lösung

viaLog lieferte die Planungsvorgaben für die Realisierung des zukünftigen Brasseler-Zentrallagerkonzepts. Wesentliche Kernelemente des neuen Logistikkonzepts waren:

  • Ergänzung des vorhandenen Tablar-AKL um ein Automatiklager für Kleinstbehälter mit ca. 70.000 Behälterplätzen und einer Stundenleistung von 1.350 Kommissionierpositionen an 5 stationären Arbeitsplätzen
  • Ergänzung eines manuellen Kommissionierbereiches für Super-A-Artikel und großvolumige Ware
  • Weitere Nutzung des vorhandenen AKL für Langsamdreher und zur Produktionsversorgung
  • Skalierbare Leistung und Kapazität in der Kombination von drei Hauptlagerbereichen
  • Anbindung der Packerei an die Kommissionierlagerbereiche per Fördertechnik
  • Entwicklung einer neuen Lagerverwaltung zur durchgängigen Prozesssteuerung.

Die Highlights

  • Profitables Wachstum: Mit der Umsetzung des neuen Konzeptes schafft Brasseler die Logistikgrundlage für weiteres, profitables Wachstum.
  • Flexibilität: Der Mix aus Ware-zum-Mann-Systemen und Mann-zur-Ware-Systemen garantiert ergonomische Abläufe bei gleichzeitiger Flexibilität gegenüber veränderten Leistungsanforderungen.
  • Investitionen: Die Kombination aus optimierter Nutzung vorhandener Technik mit Lagererweiterung und dem Einsatz neuer Techniksysteme schont das Investionsbudget und führt zu einer betriebswirtschaftlich exzellenten Lösung.