Universitätsklinikum Aachen

Bei dem Universitätsklinikum Aachen AöR handelt es sich um ein Großklinikum mit über 1.500 Betten, mehr als 4.000 Beschäftigten und über 30 Kliniken verschiedener Fachrichtungen. Sämtliche Fachrichtungen der Medizin sind hier durch eigene Fachkliniken vertreten.

Das Klinikum verfügt über ein Versorgungsgebäude in dem untergebracht sind:

  • Wäscherei
  • Küche
  • Krankenhausarchiv
  • Zentralsterilisation
  • Warenlager für ärzte- und pflegetechnische Verbrauchsmaterialien
  • Apothekenlager
  • Müllzentrale
  • technische Zentrale

Die Versorgungsgüter werden über eine automatische Transportanlage (Elektrohängebahn) in die Kliniken und Institute transportiert.

Krankenhauslogistik ist erheblich komplizierter als die Logistik vieler Industrie- und Handelsunternehmen. Zwar ist das Sortiment mit weniger als 5.000 Artikeln vergleichsweise klein. Auch die Dynamik stellt keine Höchstanforderungen: ca. 3.000 Positionen sind pro Tag zu kommissionieren.

Aber:
Die Summe aus Arzneimittellogistik + Bettenlogistik + Küchenlogistik + Apothekenlogistik + Entsorgungslogistik + diverse andere Bereiche stellt höchste Anforderungen an Verantwortliche, an IT-Systeme und an die Logistik-Technik einer leistungsfähigen und effizienten Krankenhauslogistik.

Die Aufgabe

viaLog wurde damit beauftragt, die Zentralität / Dezentralität, die Kosteneffizienz und die konkrete physische und IT-seitige Abwicklung der Logistik des Großklinikums hin zu einem Optimum zu entwickeln. Dabei sollten „Tabus“ durchaus gebrochen werden und Logistik-Erfahrungen aus Industrielogistik und Handelslogistik Anwendung finden.

Die Lösung

Ein erster Lösungsansatz ist die Zentralisierung von Einzel-Logistik-Lösungen – z.B. Infusionslager + Apothekenlager + Medical-care-Lager: Die Devise heißt: Kompakte, fördertechnisch unterstützte Kleinteile-Abwicklung mittels automatischer Sortiereinrichtung, beleglose „online“-Abwicklung der Zentrallagerlogistik – und damit: Freimachen der bisherigen Logistikflächen für Labore und andere Funktionsbereiche.

Der zweite Lösungsansatz: Veränderte Kompetenzen und Ablauf-Organisationen. Die Abwicklung wird „objektiviert“ und vereinfacht im Sinne von:

  • festen Reichweiten im Stationslager und Zentrallager,
  • einer funktionsübergreifenden 2-Stufigkeit: Das Zentrallager-Personal wird durch dezentrale Kräfte ergänzt, die stationsnah sowohl Arzneimittel und Verbrauchsmaterialien als auch Speisen und Wäsche zustellen bzw. entsorgen,
  • einer Bündelung der Logistik-Verantwortung in einem zentralen Logistik-Bereich, der die oben genannten Bereiche der Arzneimittel-, Wäsche-, Küchen- und Entsorgungs-Logistik zusammenfasst.

Fazit

Viele Rahmenbedingungen bestimmen die Krankenhaus-Logistik, die anders ist, aber auch wieder vergleichbar mit der Logistik von Industrieunternehmen und Handelsunternehmen. Eine direktere, zentralere, stärker IT-gestützte Krankenhaus-Logistik kann einen anspruchsvolleren Lieferservice erbringen, dies Flächen schonend und kosteneffizient.