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Die neue Vertriebszentrale Stihl Dieburg

Die Stihl Gruppe entwickelt, fertigt und vertreibt weltweit motorbetriebene Geräte für die Forst- und Landwirtschaft, die Bauwirtschaft und anspruchsvolle Privatanwender. Das schwäbische Familienunternehmen betreibt weltweit zahlreiche Produktionsstätten und eigene Distributionszentren. Bereits seit 2006 betreut viaLog die Logistik des Motorgeräte-Herstellers in nationalen und internationalen Projekten.

Die Herausforderung

Die Stihl Vertriebszentrale verzeichnete seit Jahren ein stetiges Umsatz- und Mengenwachstum. Es war absehbar, dass die vorhandenen Abwicklungs- und Lagerflächen sowie die Kommissionierbereiche auf Dauer an ihre Grenzen stoßen würden. Um dem eigenen Anspruch an Service und Qualität gerecht werden und auch die zukünftigen Anforderungen erfüllen zu können, musste der Logistikbereich erweitert werden.

Die Aufgabe

Stihl beauftragte viaLog Logistik mit der Entwicklung und Realisierung eines langfristigen Logistikkonzeptes für den Standort Dieburg. Dieses Konzept sollte mehrstufig umsetzbar sein und auch zukünftige Erweiterungen ermöglichen. Ein besonderer Fokus wurde dabei auf eine Steigerung der Bearbeitungsproduktivitäten und eine flexible Lagerung gelegt.

Die Lösung

Das von viaLog erarbeitete Langfristkonzept ermöglicht eine signifikante Aufstockung der Lagerkapazitäten. Es gliedert das Logistikzentrum in zwei Bereiche auf – einen für Fertigwaren und einen für Ersatzteile und Zubehörartikel. Beide Bereiche nutzen ein gemeinsames Gebäude für den Wareneingang, haben aber eigene Lagerungsflächen, Kommissionier- und Verladezonen. Durch diese Trennung wird der unterschiedlichen Bearbeitung und Lagerung der Sortimente Rechnung getragen. Die Produktivität beider Bereiche konnte auf diesem Weg nachhaltig verbessert werden.

Bauseitige Maßnahmen

Innenansicht des Distributionszentrums

 

Im ersten Schritt wurde der bestehende Gebäudekomplex um ein neues Hochregallager für Ersatzteile und Zubehör erweitert. Zusätzlich ist ein vierstöckiges Kommissioniergebäude mit angeschlossener Verladezone entstanden. Im zweiten Schritt wurde im Kommissioniergebäude für Ersatzteile und Zubehör weitere Fördertechnik implementiert, die eine teil-automatisierte Kommissionierung ermöglicht. Die Kapazitäten des Kommissioniergebäudes wurden nach und nach in allen Stockwerke erweitert.

 

Technik- und IT-Einsatz

  • 2-gassiges automatisches Kleinteilelager
  • Behälter- und Paketfördertechnik
  • Palettenfördertechnik
  • Spezialisiertes LVS
  • Pick-by-light System
  • Kartonaufrichter und Deckelautomaten
  • Diverse Labelautomaten

Die Highlights

Teilmanuelle Abwicklung
Obwohl das Distributionszentrum einen hohen Durchsatz verzeichnet, wurde nur ein Teil der Logistikabwicklung automatisiert. Das A-Sortiment wird im Zonen-Weiterreichsystem mit Pick-by-Light-Bereich abgewickelt, während das B- und C-Sortiment im manuellen Bereich bearbeitet wird.

Weiterreichen im Geschossbau
Im viergeschossigen Kommissioniergebäude greifen zahlreiche Ein- und Ausgangsprozesse ineinander. Zudem wurden viele neue Teilsysteme implementiert. Damit jede Bestellung effizienzmaximiert durch das Gebäude geleitet werden kann, ist eine ausgewogene Verteilung der Sortimente Grundvorraussetzung. Diese wurde durch eine separate Simulation der Prozesse in jeder einzelnen Erweiterungsphase sichergestellt.