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Die Drogeriemarktkette Dirk Rossmann GmbH ist mit rund 6.200 Mitarbeitern und ca. 650 Verkaufsstellen die Nummer fünf unter den zehn großen Drogerieketten der Bundesrepublik. Die Erfolgsgeschichte des 1972 gegründeten Unternehmens ist durch die permanente Ausweitung des Filialnetzes und ein starkes Umsatzwachstum gekennzeichnet.

Ausgangssituation

Die mit dem Filialnetz schrittweise entwickelte Logistik geriet Ende der 90er Jahre an ihre natürliche Wachstumsgrenze. In einem Projekt mit viaLog wurde die Logistik stärker zentralisiert und die Lagerkapazität vergrößert. Aber auch die Hardware und Softwaresysteme gelangten mit der expansiven Entwicklung des Unternehmens an ihre Grenzen:

  • Eine zunehmende Dezentralität erhöhte die Komplexität und brachte einen hohen Kommunikationsaufwand mit sich.
  • Die Abstimmung von DV-Abteilungen und Keyuser war problematisch.
  • Die Koordination der verschiedenen Standardsoftware-Lieferanten und der Umgang mit immer höher spezialisierten Applikationen waren problematisch.
  • Die Gesamtverfügbarkeit von LVS, LAN, etc. war zu gering.
  • Das dezentrale Wide Area Network (WAN) erwies sich als nicht mehr leistungsfähig genug.

Die Aufgabe

viaLog erhielt den Auftrag, eine Schwachstellenanalyse vorzunehmen, sowie die physischen, organisatorischen und applikativen Anforderungen zu formulieren.
Im nächsten Schritt sollten Alternativen einer möglichen neuen Systemwelt verglichen werden. Es galt, die gesamte DV-Architektur in einem auf fünf Monate angesetzten Projekt neu zu konzipieren.

Die Lösung

Die Lösung lautete, auf eine Formel gebracht: So zentral wie möglich, so dezentral wie nötig. Das erarbeitete und realisierte Konzept forderte die Zentralisierung vieler DV-Funktionen unter einem Dach. Die Vorteile:

  • Hohe Verfügbarkeit der Hardware und Softwaresysteme für die Logistik
  • Konzentration der Man Power und des Know-hows an einem Ort
  • Zentrale Datenhaltung und Sicherung

Die Projektdiskussion in den Fachabteilungen erbrachte einen Konsens hinsichtlich der Zuständigkeiten und des notwendigen Zentralisierungsgrades.

Die Rossmann-DV wurde neu gestaltet:

  • Das Gesamtsystem wurde hochredundant ausgelegt (WAN, Server-„Partitionen“, LAN).
  • Hochverfügbarkeit für die Logistik wurde durch Lambert-Zelle, Doppelrechner u.a.m. sichergestellt.
  • Separate Testsysteme, separate Datenhaltung „entlasten“ die Produktionssysteme.
  • Die Produktionssysteme sind skalierbar.
  • Die Unternehmens-DV, Logistik-DV u. Lagersteuerung wurden separiert und aufbauorganisatorisch neu verankert.