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Der Goldhase und viele andere Schokoladenkreationen haben die Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli AG weltberühmt gemacht. Sechs Produktionsstandorte in Europa, zwei weitere in den USA sowie Vertriebsgesellschaften auf vier Kontinenten liefern die Schokolade und mehr in über 100 Länder. Die Distribution in Deutschland erfolgte traditionell gewachsen über ein Zentrallager, ein saisonales Zentrallager sowie 21 Transit-Lager.

Herausforderung

Drei Faktoren sorgten maßgeblich dafür, dass Lindts Distributionsstruktur äußerst komplex gestaltet war:

  1. Lindts hoher Anspruch an das eigene Service-Level hinsichtlich Lieferzeit und Frische
  2. hohe Spitzen, bedingt durch Saisonware
  3. die Zusammenarbeit mit einer Vielzahl verschiedener Logistikdienstleister (LDL).

Aufgabe

Lindt beauftragte viaLog mit einer Distributionsstudie. Das Ziel war die Ermittlung von Optimierungsmöglichkeiten in der gesamten Lieferkette.

lindt aachen

Die deutsche Lindt-Zentrale in Aachen

Lösung

viaLog erarbeitete ein umfangreiches Optimierungskonzept mit vier Kernpunkten:

  1. Glättung der Spitzen: Die Reduktion der massiven Spitzen muss Zielvorgabe für die komplette Supply-Chain sein. Wesentliche Maßnahmen bilden die Integration des Jahres- und Saisongeschäfts sowie eine kurzfristige, möglichst flexible Abstimmung der Liefertermine.
  2. Ermittlung der genauen Handelsanforderungen: Lindt stellt höchste Anforderungen an den eigenen Lieferservice. Eine Abstimmung mit dem Handel darüber, welches Service-Level tatsächlich nötig ist, führt zu Entlastungen.
  3. Verfeinerung der Distributionsstruktur: Ein differenziertes Distributionsschema für Jahresware einerseits und Saisonware andererseits ist komplex aber zielführend. Die Ausgestaltung wurde in mehreren Punkten verfeinert: Entscheidung über Push- oder Pull-Strategie, Parametrisierung, Berichtswesen, u.a.
  4. Optimierung der Kommunikation: Viele Schwierigkeiten resultieren aus einem Mangel an Abstimmung zwischen einzelnen Prozessschritten bzw. Prozessbeteiligten und ungenügender Übersicht über den gesamten Distributionsablauf. Regelmäßige Meetings und IT-seitige Integration schaffen hier Abhilfe.
lindt goldhase

Der Lindt-Goldhase, Foto: APA

Das Highlight

Viele Logistikdienstleister, ein Ansprechpartner: Lindt arbeitet mit einer Vielzahl von Logistikdienstleistern zusammen. Verträge, Schnittstellen und Service-Level müssen einzeln vereinbart werden. Bei Schwierigkeiten sind Verhandlungen mit den unterschiedlichsten Ansprechpartnern notwendig. viaLog empfahl den Einsatz eines einzigen, als Generalunternehmer fungierenden, Dienstleisters. Die Vorteile sind unter anderem:

  • Minimierung der Zahl von Verhandlungspartnern
  • Konzentration der Investitionen auf eine einzige IT-Schnittstelle
  • Einführung einheitlicher Service-Standards