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Die frischli Milchwerke GmbH in Rehburg-Loccum produziert an ihrem Standort nordwestlich von Hannover mit 500 Mitarbeitern ein breites Sortiment von Molkerei-Frischprodukten. viaLog wurde nach der Erstellung eines Masterplanes für das Werk in Loccum mit der Generalplanung für den Ausbau der Fertigwarenlogistik und Verpackungslogistik beauftragt.

Die Aufgabe

Seit den 60er Jahren ist frischli kontinuierlich gewachsen. Mit einer monatlichen Anlieferung von 25.000 Tonnen und einer Auslieferung von ca. 1.200 Paletten pro Tag waren die Kapazitätsgrenzen der bestehenden Technik erreicht.  Neben der Erweiterung der Produktion war es Aufgabe, die zum Teil provisorisch ausgelagerten Verpackungsmaterialien in das Werk Loccum einzugliedern. Außerdem galt es, Engpässe bei den Flächen und Kommissionierstellplätzen im Versand zu überwinden. Schließlich sollte das eben eingeführte LVS optimiert und funktional ergänzt werden.

Zunächst war eine strategische Planung mit Blick auf den mittel- und langfristigen Ausbau des Standortes gefragt. Der dazu erstellte Masterplan beschrieb u.a. Wege für einen stimmigen Materialfluss, eine Layoutplanung für den Maximal-Ausbau sowie die Realisierung des Ausbaus im laufenden Betrieb. Im Anschluss wurde für die erste Ausbaustufe (Szenario 2010) die Planung eines neuen Lagersystems und Kommissioniersystems für Fertigprodukte und Verpackungsmittel im Detail ausgeführt. Nach dem Prinzip „form follows function“ wurden Gebäude, Technik, Personaleinsatz und Investition ermittelt.

Die Konzeptplanung lief im klassischen Dreischritt ab: Grundlagenermittlung, Systemalternativen, Ausführungsvorschlag. Die Planungsergebnisse wurden in regelmäßigen Meetings mit der Geschäftsleitung diskutiert.

Das Konzept

frischli entschied sich auf Empfehlung von viaLog für ein automatisches Hochregallager mit Satellitentechnik und die Lagerung des Verpackungsmaterials in einem Verschieberegal. Ausschlaggebend für diese Entscheidung waren:

  • qualitative Aspekte wie der geringe Flächenkonsum, Möglichkeit der Umsetzung im laufenden Betrieb, der Personalzusammenhalt und die Flexibilität für die Lagerung und Kommissionierung
  • die niedrigen laufenden Gesamtkosten aus Investition und Personal
  • ein akzeptables Investitionsniveau

Fazit

Sehr deutlich wurde im Projekt, wie kostensparend und effektiv sich ein herstellerunabhängiger Entscheidungsprozess für die Anwender auswirkt. Auch ist die Angebotspalette bestehender Technikalternativen ungleich größer als die eines einzelnen Herstellers. Wie so oft im Planungsgeschäft hat sich auch bei frischli gezeigt: Allein Zahlenvergleiche, z. B. von Investition, Personal und Kosten, lassen nicht das optimale Konzept erkennen. Die Gesamtwirtschaftlichkeit verschiedener Alternativen ist oft vergleichbar. Erst die hintergründige Diskussion der qualitativen Vorteile und Risiken verschiedener Lösungen macht es möglich, das optimale und richtige Konzept zu bestimmen.